








Andreas Koop
designaustria
2016
ISBN 978-3-900364-42-7
48 Seiten · 16 x 22 cm
durchgehend vierfarbig
Preis 9,90 EUR
Inklusion ist keine reine Freiwilligkeit mehr – sie ist mindestens seit 2009 ein Menschenrecht. Und sie kann auch von der Pflicht weg, hin zu einer Bereicherung und Chance für alle werden. Dies hat das Team im Freilichtmuseum An der Glentleiten des Bezirks Oberbayern gesehen und in einer Art Pilotprojekt umgesetzt. Dabei war klar: man wird auch manches falsch machen! Das aber ist bei weitem weniger schlimm, als nichts tun.
Mit Sicherheit aber richtig war der Ansatz, möglichst viele verschiedene Kompetenzen zu suchen und zu integrieren – dazu gehörten vor allem die Betroffenen selbst, also blinde und sehbehinderte Menschen. Gerade sie haben uns alle besonders ermutigt, Fehler in Kauf zu nehmen, ja zu machen – und zu verbessern. Das war eine selten vorher so eindeutig akzeptierte und akzeptable Konsequenz, dass hier eine Phase dazu kommen wird: die Nachbesserung, die Verbesserung, wird Teil des (formal abgeschlossenen) Projektes sein und bleiben.
Mit dem »inklusiven Wagnerhäusl, das sich besonders an Blinde und Sehbehinderte, nicht weniger aber auch an die »Sehenden« und an Kinder richtet, weitet das Museum seine zielgruppen-spezifischen, oder schöner gesagt, bedürfnis-orientierten Angebote konsequent aus – und macht damit hoffentlich möglichs vielen anderen Institutionen und Einrichtungen Mut, diesen Weg auch zu gehen. Vorwärts und miteinander.
Diese kleine Broschüre soll genau dazu dienen – die Angst nehmen, etwas falsch zu machen, oder vor allem nur die Schwierigkeiten zu sehen. Denn wie heißt es so schön: diejenigen, die etwas erreichen wollen, suchen sich Ziele – und wer etwas verhindern will oder nur Probleme sehen will, sucht Gründe.