Andreas Koop lernte in einer Schreinerei, ging danach dann auf die FOS und wurde an der sfg Ravensburg zum Dipl.-Informationsdesigner (sfg). Später erwarb er einen »Master of Advanced Studies« in »Design Culture« am Institut Design2context von Ruedi Baur an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit vielen Jahren unterrichtet er selbst an verschiedenen Hochschulen (Uni Augsburg, DHBW Ravensburg, FHV Dornbirn, fhnw Basel), ist in diversen Jurys/Gremien und Fachbeiräten wie dem »bundespreis ecodesign« tätig. Koop verbindet in seinem Schaffen die Bereiche Forschung und Lehre sowie Theorie und Praxis – sichtbar wird dies entsprechend in konkreten auftragsbezogenen Arbeiten und vielen Texten.
Bekannt ist er durch zahlreiche Publikationen, Fachbücher und die Kolumne »designaspekte« in der »novum«. Durch sein Standardwerk »NS CI – das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten 1920–1945« und der ausgeweiteten Untersuchung »Schrift und Macht« zur Visualität und Repräsentation von Macht ist er ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet – nochmals erweitert um das »DDR CI – das visuelle Erscheinungsbild der Deutschen Demokratischen Republik«. Zu diesen und anderen Themen (wie der Verantwortung von Gestalterinnen und Gestaltern, zu Inklusion, sozialen und ökologischen Aspekten im Kontext Design …) hielt/hält er Vorträge in ganz Europa, ebenso Workshops und Diskussionsrunden. Dabei durchaus quer zu kommen, von links mitunter die Harmonie störend, den Marketing-Glauben von Studierenden zu erschüttern, ist ihm nicht weniger wichtig, als das inhaltliche selbst. Zum quer kommen ergänzt sich mehr und mehr, mutiger werdend, auch das queer kommen – im Rock beispielsweise!—)
Was alles sicherlich anders wäre, gäbe es im Hintergrund nicht auch noch eine Familie. In mehrerlei Hinsicht, wie man sich denken kann. Wobei mit zwei (mehr oder weniger) erwachsenen Kindern mittlerweile, Luca und Mika, »Familie« auch wieder eine ganz andere Art, Ausprägung, Anforderung … hat, als noch vor ein paar Jahren. Nadine ist dabei von zentraler Bedeutung – als Mama, klar, aber auch im Büro: als konzeptionell-kreativer Kopf, blitzschnell und großartig illustrierend, visualisierend und und und.
Und zum Büro noch: Andreas Koop ist Gründer und Inhaber der designgruppe koop – ein vielfach international ausgezeichnetes Büro im Allgäu, das er zusammen mit seiner Frau Nadine führt. Seit 1995 wird dort auf den Bereichen Identität und Strategie, Kommunikation, Signaletik und Szenografie gearbeitet. Die designgruppe koop will Veränderung gestalten – mit Design als Medium, Mittel und Methode hin zu weniger Barrieren, mehr Vielfalt und einer wirklichen Nachhaltigkeit. Ökologische, soziale und ökonomische Aspekte auszubalancieren ist im Großen wie im Kleinen die zentrale Aufgabe.






Andreas auf Snæfellsnes (ein viele Jahrzehnte alter Traum, dieses Island – leider viele Jahrzehnte zu spät erfüllt!—) … dann drei Bilder vom Vortrag zu Hermann Rastorfer im Kunstforum (und allerliebster Stadt) Wien … dann noch auf Recherchen zu einem Buch in der Nähe von Salzburg … zuletzt ein Bild von der Tÿpo (selig) St. Gallen.