Der Anfang für das Symposium „Stadt.Land.Schluss.“ war letztlich ein nicht erschienenes Buch. Vier Jahre schon kämpfte ich an diesem herum, eine Reihe teils wild entschlossener Anläufe gab es. Sein Thema ist ein „werteorientiertes Design“. Und was das sein könnte, was es bedeuten könnte. Allein, es mochte nicht gelingen.
Weder Design ist ein leicht greifbares, weit eher schon amorphes, ambulantes Ding, noch die Werte lassen sich allzu leicht in den Griff bekommen. Und selbst die Orientierung bot noch keine! Aus welchen Gründen auch immer, vielleicht, weil mir als eine höchst relevante, für ein zukunftsfähiges Design und eine Gestaltung, die in Zukunft noch etwas bewirken kann, die Erweiterung des Designbegriffes unabdingbar erscheint: Nicht zwingend ein Produkt oder Kommunikat müsste das Ergebnis von Gestaltung sein, es könnte auch etwas ephemereres, temporäreres sein, wie beispielsweise eine Veranstaltung. Diesen Gedanken kann man weiter fortführen, dass es auch Prozesse sein könnten, die „Gegenstand“ des Entwurfs sind. In diese Richtung bestünde einiger Bedarf, so müsste man beispielsweise ja dringend nichts weniger als die Demokratie neu gestalten! Und dabei würde ich weniger an die Politiker glauben und darauf vertrauen wollen, dass sie es richten. Eines Nachts also kam der Gedanke: Lass das Buch sein und mach’ eine Veranstaltung! Das ist vielleicht ein weit besseres Medium, weil dort Menschen zusammen kommen, weil die etwas einbringen, mitnehmen, hinaus tragen … Mit kindlichem Optimismus und der quasi unvermeidlich gut ausgebildeten oder schwer zu bändigenden Imaginationskraft malte ich mir das wunderbar aus. Und der Witz: Das wurde es auch.
––––
Erschienen in dem Buch »Kreative Pioniere in ländlichen Räumen – Innovation und Transformation zwischen Stadt & Land« 2018 Steinbeis-Edition
Den ganzen Beitrag gibt es aufgrund seiner Länge als Download
weitere Infos zum Symposium www.stadt-land-schluss.eu